Socken stricken: Frust und Flow

[Werbung/Markennennung] Es gibt ja so Projekte, mit denen steht man einfach auf Kriegsfuß: bei mir sind es Socken! Ich mag gestrickte Socken sehr – ich wollte sie nur nie stricken.

Nadelchaos

Meine Erfahrungen mit dem Stricken von Socken sind ziemlich durchwachsen. Erstmal sind da diese fummeligen dünnen Nadeln. Entweder man strickt mit einem Metall-Nadelspiel, das sich regelmäßig selbstständig macht. Oder mit Holz- oder Bambus-Nadeln, die ich als Feststrickerin meistens brutal zu bananenförmigen Objekten verbiege. Bei kleinen Rundstricknadeln sind mir die Nadeln zu kurz, bei Magic Loop nervt mich das ewige Durchziehen. Und: Hat meine eine Socke fertig, muss man ja noch eine stricken…

Sockenfrust statt Sockenlust

Meine ersten Socken hatten das typische blöde Fersenloch (ist das nicht die Pest?). Die zweiten habe ich sofort wieder geribbelt, weil sie mir so gar nicht gefallen haben. Die dritten – die Kinda Magic Socks von Wool and the Gang und Regia, die ich ja eigentlich total cool finde, wenns dann klappt – sind statt Leo eher Streifenhörchen geworden und das auch noch für Hobbitfüße. Mimimimimi…. Alles doof! Ihr habt das Problem erkannt.

Sockenehrgeiz

Aber losgelassen hat`s mich dann irgendwie auch nicht. Bin ich wirklich zu doof zum Socken stricken? ALLE stricken Socken. Nur ich nicht? Das ging mir ja dann doch ziemlich an die Stricker-Ehre. Also habe ich wild entschlossen am 1. März einen neuen Versuch gewagt! Damit mich die Motivation nicht wieder verlässt, hab ich mir einen richtig coolen Strang Sockenwolle von Steffi von ScreamingColours gewickelt (Farbe Trecker) und mich unter Anleitung von Maschenmarie an Stinos mit einer Shadow Wrap-Ferse gewagt: Zum Video Hier wird wirklich alles super erklärt und sogar für Socken-Nulpen wie mich endlich verständlich! Noch mehr hätte ich mich gefreut, wenn der Trick, wie man Fersenlöcher vermeidet, gleich mit erklärt worden wäre und ich nicht zwischen zwei Videos hätte switchen müssen (zum Video) – aber das ist ja dann doch meckern auf hohem Niveau.

Heureka

Und so habe ich sie dann doch endlich geschafft: Meine erste Socke! Inzwischen sind sie tatsächlich auch zu zweit, gewaschen und getragen. Und was soll ich sagen? Irgendwie bin ich ja jetzt doch so ein kleines bisschen angefixt. Mal sehen, wie lange das Socken-Strick-Mojo anhält.

Wie ist das bei euch? Strickt ihr gerne Socken? Welche Anleitungen muss man unbedingt mal gestrickt haben?

4 Kommentare bei „Socken stricken: Frust und Flow“

  1. Da hat sich ja das Durchhalten richtig gelohnt! Schön, dass dich mein Garn motivieren konnte! Deine Socken sind auf jeden Fall wunderschön geworden!

    1. Vielen Dank! Ja, das hat mich wirklich sehr motiviert! Und das werden sicher nicht die letzten Screaminig Colours-Socken sein 🙂

  2. […] Stino-Socken. Nachdem ich ja meinen Socken-Frust überwunden habe (wie das passiert ist, könnt ihr hier nachlesen), bin ich jetzt hochmotiviert, neue Frühlingssocken zu stricken. Und was passt da besser […]

  3. […] geworden! Dass ich nicht die weltgrößte Sockenstrickerin bin, habe ich euch ja schon erzählt: hier. Und trotzdem habe ich es mal wieder geschafft, ein paar (ja, sogar alle beide!) Socken von den […]

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