Tahiti-KAL: Südseereise mit Hindernissen

Tahiti-KAL: Südseereise mit Hindernissen

[Werbung/Markennennung] Um das gleich mal vorwegzunehmen: Ich finde mein fertiges Maeva-Tuch aus dem Tahiti-KAL toll! ABER: Der Weg dorthin hat mich doch ganz schön Nerven gekostet.

Als ich euch in den Monatsmaschen vom Tahiti-KAL berichtet habe, war die Lage noch recht entspannt. Mein kleines Lace-Drama war überwunden und ich war fröhlich mit den Anfängen von Teil 3 beschäftigt.

Aber alles der Reihe nach:

Tahiti-KAL Teil 1

Teil 1 – Immer her mit den Überraschungen

Als die Firma Schachenmayr und die liebe Julia aka Frau Feinmotorik zum Tahiti-KAL aufgerufen haben, war sofort klar: Ich muss dabei sein! Und mit einem Mystery-KAL kriegt man mich ja gleich doppelt – wer liebt keine Überraschungen? Außerdem hatte ich noch vier Knäuel Tahiti-Wolle im Stash, die schon eine ganze Weile auf ein passendes Projekt gewartet haben – und hier war es! Also habe ich am 29. März höchstmotiviert angeschlagen und war gleich am nächsten Tag mit Teil 1 fertig! Alles easy – YAY! Ich war begeistert!

Tahiti-KAL Teil 2

Teil 2 – Wo sind meine Maschen hin?

Nach zwei langen Wochen ging es weiter mit Teil 2: Lace. Ich bin ja zugegebenermaßen nicht die motivierteste Lace-Strickerin der Welt. Nix mit mindless und Knitflix. Und schon ging‘s wesentlich langsamer voran. Dann nach 10 Reihen Lace-Teil der erste Supergau: Maschen fallengelassen und zwar gleich richtig viele. Die Motivation war auf dem Tiefpunkt angelangt. Da war nichts zu retten: Also ribbeln. Rettungsleine? Pfft – brauch ICH doch nicht! Schön wär‘s gewesen…. Also Teil 2 komplett ribbeln und nochmal von vorne. Und die Reihen zogen sich… Dann kurz vor der Zielgeraden von Teil 2 der zweite Supergau… Wieder haben sich vier Maschen selbständig (WIE AUCH IMMER) und fröhlich auf ihren Weg durch den Lace-Teil gemacht. Verzweiflung ist kein Ausdruck. Aber den kompletten Lace-Teil ein zweites Mal ribbeln? No way! Dann hätte ich sicher nicht nochmal angefangen. Also Augen zu und durch: Maschen kreuz und quer zusammengestrickt, rumgerechnet, rumgepfuscht und schließlich frustriert als Feature abgehakt. Und wie immer beschlossen: Nie wieder LACE!

Tahiti-KAL Teil 3

Teil 3 – Wir zählen auf 4

Nach dem Lace-Desaster war von meiner Motivation nicht mehr so richtig viel übrig… aber ich wollte dieses Tuch haben – unbedingt! Da blieb nur eins: tief durchatmen und weiter. Eigentlich ist Teil 3 auch wirklich simpel… eigentlich. Der größte Teil lief auch wirklich gut. Aber wenn der Wurm mal drin ist. Irgendwie hat die Konzentration so nachgelassen, dass ich mich bei 4 + 1 Maschen so oft verzählt hab, dass ich am Ende wieder vier ganze Reihen ribbeln musste. Und die waren zu diesem Zeitpunkt wohlgemerkt schon richtig lang. Urgh! Konnte es noch schlimmer kommen?

Tahiti-KAL Teil 4

Teil 4 – Banane in der Südsee

Habe ich wirklich gesagt, ich würde nie wieder Lace stricken? Teil 4: Lace. Aber dieses Mal hat’s wirklich gut geklappt. Eingängiges Muster, nicht verzählt – alles bestens! Zwar war ich auf den letzten Metern mal wieder tierisch ungeduldig (Nervt euch das auch immer so, wenn ihr kurz davor seid, ein Projekt fertigzustellen? Mysteriös…), aber das Ende war in Sicht. Dann kam die letzte Reihe: locker abketten. Nicht, dass ich nicht drüber nachgedacht hätte, ELASTISCH abzuketten… Ihr ahnt es? Welches Teufelchen mir das auch immer ins Ohr geflüstert hat, ich habe natürlich NICHT elastisch abgekettet. Und schon vor dem Waschen war das Desaster erkennbar. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Also tapfer das Tuch ins Wasser gepackt, baden lassen, hoffnungsvoll rausgefischt, auf die Spannmatten gelegt, verzweifelt überall rumgezuppelt, Nadeln reingepinnt und erkannt, was eigentlich schon klar war: Das Ding ist maximal bananenförmig. Natürlich war die Kante zu eng. OH MEIN GOTT! Darf man von so viel Unfähigkeit überhaupt berichten? Und es kam, wie es kommen musste: Frau Wollominös hat alle 430 abgeketteten Maschen wieder aufgenommen und NOCHMAL abgekettet… dieses Mal elastisch (Ihr hört das Zähneknirschen?). Und – oh Wunder – das Spannen war gar kein Problem.

Geschafft! Maeve – der Tahiti-KAL ist fertig!

FAZIT:

  • Netflix und Lace vertragen sich nicht – zumindest nicht bei mir.
  • Beim nächsten Mal ganz genau nachdenken, bevor man 430 Maschen abkettet!
  • Mystery-KALs sind trotzdem VOLL TOLL
  • Dieses Tuch ist wunderschön! Unbedingt nachstricken – jetzt wisst ihr ja, wie man es nicht macht 🙂

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Monatsmaschen: April

Monatsmaschen: April

[Werbung/Markennennung] Ich bin ja ein Aprilmädchen – und so gehört der April natürlich zu meinen Lieblingsmonaten. Deshalb war ich auch richtig kreativ zwischen Sommerausbruch, Osterhasen, Geburtstag und Aprilwetter. Es gibt einiges zu berichten! Freut euch auf die neue Rubrik Monatsmaschen.

Von den Nadeln gehüpft

Get together wrap von Joji Locatelli

Get together wrap von Joji Locatelli

Ich bin ja ein sehr großer KAL (knitalong)-Fan. Auch wenn ich zig Projekte auf den Nadeln habe, kann ich meistens nicht widerstehen, wenn zum gemeinsamen stricken aufgerufen wird. Also musste ich auch unbedingt dabei sein beim #gettogetherwrappaprikapartykal2019, den die liebe Tanja von Asta Zimmermann ins Leben gerufen hat. In einer sehr netten WhatsApp-Gruppe haben wir gemeinsam den Get together Wrap von Joji Locatelli angeschlagen. Und ich habe es – oh Wunder – tatsächlich geschafft, fast das komplette Tuch aus Stash-Wolle zu stricken! Hier findet ihr mein Ravelry-Projekt. Auch wenn das Lace-Muster nicht wirklich eingängig war (was auch an meiner Schusseligkeit liegt), ist das Ergebnis wirklich toll geworden! Nicht so monströs wie der Fading Point, sondern ein Tuch in ganz angenehmer Größe für den Frühling und Sommer. Und das natürlich ganz Joji-like.

 Big Elli von Shesmile

Big Elli von Shesmile

Mein zweites fertiges Projekt ist nicht gestrickt, sondern genäht. Ich habe beim ersten Sewalong der Schwäbischen Kunkelstube mitgemacht und mir eine wunderschöne Projekttasche, die Big Elli von shemile genäht. Wie die genau aussieht, was ich für Material verwendet habe und wir mir die fertige Kunkeltasche gefällt, könnt ihr hier nachlesen: Zum Beitrag.

Auf den Nadeln

Maeva: Tahiti-KAL

Maeva: Tahiti-KAL

Wie gesagt: (Fast) kein KAL ohne mich! Auf Instagram grassiert ja gerade heftig das Südsee-Fieber. Die Firma Schachenmayr hat in Zusammenarbeit mit Julia-Maria Hegenbart (auch als Frau Feinmotorik bekannt) zum Tahiti-KAL aufgerufen. Dieses Mal ein Mystery-Knitalong, bei dem das fertige Objekt eine Überraschung wird. Das finde ich ja immer ganz besonders spannend. Gestrickt wird aus Tahiti von Schachenmayr in zwei Farben. Ein leichtes, sommerliches Baumwollgarn, das ich schon für mehrere Tücher verstrickt habe (z.B. für den Sommernachtstraum) und das mir richtig gut gefällt. Also war klar: Ich bin dabei! Alle zwei Wochen erscheint nun ein neuer Teil der (kostenlosen!) Anleitung, die auf Ravelry heruntergeladen werden kann. Inzwischen sind wir bei Teil 3 angekommen und ich bin bisher wirklich begeistert. Auch wenn es zu Beginn einige Kritik an der Anleitung gab, komme ich sehr gut damit zurecht. Beim Laceteil habe ich etwas gekämpft, aber das liegt eher an der Konzentration und den 85 Dingen, die ich nebenher mache 🙂 Jedenfalls bin ich absolut gespannt auf das fertige Tuch! Strickt ihr auch mit?

Auf die Nadeln gehüpft

Natürlich auch auf den Nadeln, aber ganz frisch angeschlagen, habe ich noch diese drei Projekte:

Vodka Gimlet von Thea Colman

Vodka Gimlet von Thea Colman

Nachdem mir der Cassis-Cardigan von Thea Colman so viel Spaß gemacht hat, habe ich ein neues Projekt von ihr angeschlagen: Den Vodka Gimlet. Die Anleitung ist eigentlich schon 2011 erschienen, wurde aber ganz aktuell überarbeitet. Der offene Cardigan ist recht schlicht, hat aber ein paar wirklich schöne Details. Die Wolle, die ich dafür ausgesucht habe, ist die Merino extrafine 120 von Schachenmayr in der Farbe 150 (marine). Sie besteht aus 100% Merinowolle mit einer Lauflänge von 120 Meter und verstrickt sich super. Das Maschenbild gefällt mir richtig gut und auch nach dem Waschen – ja, ich habe ganz vorbildlich eine Maschenprobe gestrickt – fühlt sich die Wolle ganz weich an. Viel ist noch nicht zu sehen, aber ich werde natürlich weiter berichten!

Dotted Rays von Westknits

Dotted Rays von Westknits

Mit den steigenden Temperaturen hab ich richtig Lust, Frühlingstücher zu stricken. Seit einiger Zeit liegt schon ein wunderschöner Baumwollbobbel von Lana Grossa (Shades of Cotton Farbe 104) bei mir im Schrank, aber bisher hatte ich einfach noch keine zündende Idee, was daraus werden könnte. Mit Lace stehe ich ja eher auf Kriegsfuß (Netflix und Podcasts lenken mich einfach immer so ab :-)) und so richtig rangetraut habe ich mich auch nicht ans Bobbelstricken. ABER: Jetzt habe ich hoffentlich das perfekte Projekt gefunden – den Dotted Rays von Stephen West. Der Anfang ist gemacht und mir gefällts schon richtig gut!

Stinos

Stinos

Auch noch recht übersichtlich, aber trotzdem schon richtig schön, sind meine nächsten Stino-Socken. Nachdem ich ja meinen Socken-Frust überwunden habe (wie das passiert ist, könnt ihr hier nachlesen), bin ich jetzt hochmotiviert, neue Frühlingssocken zu stricken. Und was passt da besser als die Flower-Power-Kollektion von Schachenmayr Regia?

Was sind eure Frühlingsprojekte?

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Frida trifft Elli

Frida trifft Elli

[Werbung/Markennennung] Nähen im Strick-Blog? Was soll das denn werden? Heute starte ich eine neue Kategorie! Und so wird ein Schuh draus: Ich habe euch ja schon von meiner immerwährenden Anschlageritis berichtet. Und damit die ganze WIP- und UFO-Häufchen ein hübsches Zuhause bekommen, habe ich angefangen, Projekttaschen zu nähen. Mit steigendem Suchtfaktor. Inzwischen ist daraus sogar ein kleines Business geworden: wollominös – Lovely bags for knitter, das ich mit viel Herzblut betreibe. Aber wie das eben immer so ist: Die Zeit wird auch nicht mehr und ich habe seit Dezember nur noch für meinen Palundu-Shop (und das natürlich sehr gerne!), aber nicht mehr für mich genäht.

Gemeinsam nähen: Der Sewalong

Und dann war da plötzlich ein Aufruf: Die Schwäbische Kunkelstube veranstaltete ihren ersten Sewalong. Gemeinsam gestrickt habe ich ja schon oft, aber gemeinsam genäht tatsächlich noch nie. Nichts zum Anziehen sollte es sein, sondern eine Projekttasche. Und als das Schnittmuster feststand, war ich überzeugt! Genäht werden sollte die Big Elli von shesmile. Eine große Tasche mit allerlei Fächern, Henkeln und Tragegurt. Eine perfekte Wahl!

Schnittmuster und Nähanleitung

Das Schnittmuster mit ausführlicher Nähanleitung gibt es als e-book zum Download im Onlineshop von shesmile zu kaufen. Im Rahmen des Sewalongs sogar mit Rabatt – nochmal vielen Dank dafür! Natürlich muss bei einer Tasche sehr viel geschnibbelt und geklebt werden, aber das Schnittmuster ist wunderbar übersichtlich und gut organisiert. Besonders klasse fand ich die Checkliste zum Abhaken für alle Schnittteile. Das habe ich in dieser Form noch nirgends gesehen. Wirklich eine super Idee und total hilfreich, um nicht den Überblick zu verlieren. Die Nähanleitung selbst ist sehr ausführlich und Schritt für Schritt erklärt. Einige Kundenbilder bieten Inspirationen für Varianten.

Mein Material

Das habe ich für meine Big Elli verwendet. Ich versuche, euch das Material direkt zu verlinken – falls es noch erhältlich ist:

  • Außenstoff: Frida Kahlo von Alles für Selbermacher
  • Außenstoff: schwarzer Canvas von Der Stoff-Handel
  • Boden: schwarzes Kunstleder von Dresowka
  • Streifen außen: Baumwollstoff in türkis von Tedox
  • Innenstoff: Baumwollstoff in orange von Kaufhof
  • Verstärkung Innenstoff: Volumenvlies H630 von Snaply
  • Verstärkung Außentaschen: Vliseline H250 von Snaply
  • Reißverschluss: Regenbogen von Dresowka
  • D-Ringe und Karabiner: Regenbogen von Snaply
  • Gurtband: LOVE von Der Stoff-Handel

Meine Big Elli

Und so sieht meine Variante der Big Elli aus.

Ein paar wenige Abwandlungen habe ich gemacht:

  • Damit die Tasche unempfindlicher ist, habe ich für den Boden Kunstleder verwendet.
  • Damit das Frida-Motiv besser zur Geltung kommt, haben in an der Rückseite der Tasche keine Falttasche(n) aufgenäht, sondern ein durchgehenes Reißverschlussfach über die gesamte Breite.
  • Das Gurtband ist mit 2,5 mm recht schmal für eine Tasche, aber das Motiv hat mir so gut gefallen und passt perfekt zum Stoff. Außerdem habe ich die Henkel nicht nochmal separat festgenäht. Ich hoffe, die sind trotzdem stabil genug.
  • Um flexibler zu sein, habe ich nicht, wie in der Anleitung vorgesehen, das lange Gurtband auf einer Seite festgenäht, sondern an beiden Seiten D-Ringe und Karabinerhaken verwendet. So kann der Gurt auch komplett abgenommen werden.

Fazit: Eine richtig tolle Tasche, die auf jeden Fall mein Begleiter zu den Stricktreffen wird. Die Anleitung ist sehr ausführlich und super beschrieben. Trotzdem gibt es einige knifflige Stellen – für absolute Nähanfänger ohne Erfahrung nicht ganz leicht. Besonders gut gefallen mir die zahlreichen Variationsmöglichkeiten – das wird sicher nicht meine letzte Big Elli sein.

Wie gefällt sie euch? Näht ihr auch gerne Taschen?

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